
Wie lässt sich Geschichte darstellen und Vergangenheit vermitteln? Wie „funktioniert“ Erinnerung und wie relevant ist Geschichtskultur für unsere Gesellschaft, also für uns alle? Das sind einige der zentralen Fragen, mit denen ich mich intensiv auseinandersetze.
Die Vergangenheit ist immer interessant, weil sie Auskunft gibt über menschliche Verhaltensweisen und gesellschaftliche Strukturen, die unsere Gegenwart prägen. Doch um vergangene Ereignisse und Prozesse zu verstehen, muss man Überreste und Traditionen benennen, interpretieren und zuordnen können.
Meine Schwerpunkte als Historikerin sind Erinnerungskultur, Geschlechter- und Sozialgeschichte sowie Industriekultur. Ich bin als Redakteurin, Kuratorin, Moderatorin und als Lehrbeauftragte an Hochschulen und Bildungseinrichtungen tätig. Zu meinen Auftraggeber*innen zählen Museen, Archive, Vereine, Hochschulen, Stiftungen, Kommunen und Unternehmen.
In der Museums-, Kultur- und Historiker*innenszene des Ruhrgebiets bin ich gut vernetzt und arbeite gerne mit Partner*innen verschiedener Professionen zusammen. Ich schätze es, Aufträge und Projekte in gutem Kontakt und offener Kommunikation von der Idee bis zur Umsetzung zu realisieren.
Aktuell Erst vor wenigen Tagen ist das Frühjahrsheft der Zeitschrift Forum Geschichtskultur Ruhr mit dem Titel „Kunst im öffentlichen Raum des Ruhrgebiets. Gestaltung und Erinnerung“ erschienen, deren verantwortliche Redakteurin ich bin. Der diesmalige Themenschwerpunkt ist von der Manifesta Ruhr 16 inspiriert und macht Lust, sich mit der reichhaltigen und facettenreichen Kunst im öffentlichen Raum zu beschäftigen.
Am 20. Mai 2026 habe ich im Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte Gelegenheit, über eines meiner Lieblingsthemen zu referieren: Endlich so wie überall? Frauenarbeit im Ruhrgebiet. Über zahlreiche Zuhörer*innen freue ich mich.
Auch ein Blick auf die von Dr. Uta C. Schmidt und ich mir betreute Forschungsplattforum frauen/ruhr/geschichte lohnt, da wir diese um Frauenbiografien erweitert haben, die für politische, kulturelle, sexuelle Diversität der Ruhrgebietsgesellschaft stehen.
Am 9. September 2025 habe ich mit einem Beitrag an der Tagung „Das soziale Erbe jüdischer Wohlfahrt in der Region – Orte jüdischer Fürsorge und ihre Akteur:innen“ teilnehmen können. Veranstalter waren die Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal und das Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen. Eine Veröffentlichung der dortigen Beiträge wird in 2026 erscheinen.
Am 21. Februar 2025 wurde nach langer Vorbereitungszeit die Gedenkstätte Französische Kapelle – Museum für Zeitgeschichte in Soest eröffnet. Meine Kolleg*innen Anke Asfur und Stefan Nies haben gemeinsam mit mir die Ausstellung kuratiert. Fast zeitgleich erschien Band 18 der Soester Beiträge zur Archäologie, herausgegeben von Julia Ricken (Leiterin der Soester Stadtarchäologie), darin auch ein Beitrag von uns über die Ausstellung.
In dem im Frühjahr 2024 erschienenen Band Kleine Leute in Westfalen. Leben in bescheidenen Verhältnissen, herausgegeben von Dr. Ulrike Gilhaus und Dr. Kirsten Bernhardt, sind auch drei von mir verfasste Biografien. Hier ein Auszug aus der Publikation. Am 9. Juni 2024 wurde in Wuppertal für Dr. Cläre Tisch an der Begegnungsstätte Alte Synagoge ein FrauenOrt eingeweiht. Über sie habe ich bereits intensiv gearbeitet und setze dies aktuell fort.
Zusammen mit Dr. Uta C. Schmidt bin ich Trägerin des LWL-Preises für westfälische Landeskunde 2021, worüber ich mich nach wie vor freue.
