
Wie lässt sich Geschichte darstellen und Vergangenheit vermitteln? Wie „funktioniert“ Erinnerung und wie relevant ist Geschichtskultur für unsere Gesellschaft, also für uns alle? Das sind einige der zentralen Fragen, mit denen ich mich intensiv auseinandersetze.
Die Vergangenheit ist immer interessant, weil sie Auskunft gibt über menschliche Verhaltensweisen und gesellschaftliche Strukturen, die unsere Gegenwart prägen. Doch um vergangene Ereignisse und Prozesse zu verstehen, muss man Überreste und Traditionen benennen, interpretieren und zuordnen können.
Meine Schwerpunkte als Historikerin sind Erinnerungskultur, Geschlechter- und Sozialgeschichte sowie Industriekultur. Ich bin als Redakteurin, Kuratorin, Moderatorin und als Lehrbeauftragte an Hochschulen und Bildungseinrichtungen tätig. Zu meinen Auftraggeber*innen zählen Museen, Archive, Vereine, Hochschulen, Stiftungen, Kommunen und Unternehmen.
In der Museums-, Kultur- und Historiker*innenszene des Ruhrgebiets bin ich gut vernetzt und arbeite gerne mit Partner*innen verschiedener Professionen zusammen. Ich schätze es, Aufträge und Projekte in gutem Kontakt und offener Kommunikation von der Idee bis zur Umsetzung zu realisieren.
Aktuell Für Samstag, den 10. Oktober 2026, organisiere ich für das Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. den Workshop „Künstliche Intelligenz in der Geschichtswissenschaft. Werkzeuge für Recherche, Quellenarbeit und historische Vermittlung“. Mit zwei Expertinnen und viel praktischer Arbeit wird es ein spannender Arbeitstag. Infos hier.
Zusammen mit Olge Dommer, Magdalena Drexl und Uta C. Schmidt bereite ich für frauen/ruhr/geschichte den Workshop VOR ORT: Frauen- und Geschlechtergeschichte zum Ruhrgebiet. Projekte und Perspektiven am 20. November 2026 im Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte vor. In vier Panels (Vereine und Initiativen; Hochschulen und Forschungsinstitute; Museen und Ausstellungen; Archive und Institutionen) werden Kolleginnen ihre Projekte und Arbeit vorstellen. Wir möchten herausfinden, wo und wie Frauen- und Geschlechtergeschichte heute im Ruhrgebiet stattfindet und zugleich das bestehende Netzwerk um neue Verknüpfungen erweitern. Nähere Informationen demnächst hier.
Da ich mich Anfang diesen Jahres mit einer Studierendengruppe der RUB anlässlich der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 mit der Geschichte der Grünflächen im Ruhrgebiet beschäftigt habe (öffentliche Parks, Planung des SVR, Haldenbegrünung, Landes- und Bundesgartenschauen, Emscher-Renaturierung…) kann man mich gerne für entsprechende Vorträge und/oder Exkursionen buchen. Ein weites Feld und ein spannendes Thema!
Im September 2025 habe ich mit einem Beitrag an der Tagung „Das soziale Erbe jüdischer Wohlfahrt in der Region – Orte jüdischer Fürsorge und ihre Akteur:innen“ teilnehmen können. Veranstalter waren die Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal und das Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen. Eine Veröffentlichung der dortigen Beiträge wird in 2026 erscheinen.
Am 21. Februar 2025 wurde nach langer Vorbereitungszeit die Gedenkstätte Französische Kapelle – Museum für Zeitgeschichte in Soest eröffnet. Meine Kolleg*innen Anke Asfur und Stefan Nies haben gemeinsam mit mir die Ausstellung kuratiert. Fast zeitgleich erschien Band 18 der Soester Beiträge zur Archäologie, herausgegeben von Julia Ricken (Leiterin der Soester Stadtarchäologie), darin auch ein Beitrag von uns über die Ausstellung.
In dem im Frühjahr 2024 erschienenen Band Kleine Leute in Westfalen. Leben in bescheidenen Verhältnissen, herausgegeben von Dr. Ulrike Gilhaus und Dr. Kirsten Bernhardt, sind auch drei von mir verfasste Biografien. Hier ein Auszug aus der Publikation. Am 9. Juni 2024 wurde in Wuppertal für Dr. Cläre Tisch an der Begegnungsstätte Alte Synagoge ein FrauenOrt eingeweiht. Meine Biografie über sie wird in 2026 erscheinen.
Zusammen mit Dr. Uta C. Schmidt bin ich Trägerin des LWL-Preises für westfälische Landeskunde 2021, worüber ich mich nach wie vor freue.
